Tauziehen um Immobilien des NPD – Vize Jürgen Rieger

Nach dem plötzlichen Tod des NPD-Vize Jürgen Rieger geht das Tauziehen um die Immobilien der Wilhelm-Tietjen-Stiftung weiter. Städte und Gemeinden, in denen Rieger Immobilen besaß, wollen nun mit allen möglichen Mitteln versuchen, diese Immobilien aus dem Einflussbereich der Rechtsextremisten zu entziehen. Die Stadt Pößneck ließ am Freitagnachmittag das Schützenhaus zur „Eigentumssicherung“ versiegeln, so dass der Rechtsextreme Mieter keinen Zutritt zu diesem mehr hat. Der Landkreis Verden möchte den Heisenhof – auch eine Rieger Immobilie – am liebsten abreißen.
Jetzt Berichtet NDR-Info, dass unmittelbar nachdem die Ärzte den Tod von Rieger feststellten, dass Rechtsextremisten sich Zutritt in seine Hamburger Villa verschafft haben und wichtige Akten über die Wilhelm-Tietjen-Stiftung entwendet hätten. Diese Akten sind laut NDR-Info „Schlüsselobjekte“ für eventuelle Prozesse um die Rieger-Immobilien. Ohne diese Akten würden die Behörden erhebliche Probleme bekommen, sich einen Überblick über die verwirrenden Immobiliengeflechte der Wilhelm-Tietjen-Stiftung zu verschaffen und diese für immer den Einflussbereich der Rechtsextremisten zu entziehen.
Für die Hamburger Behörden sind die angeblich entwendeten Akten allerdings kein Fall. Es gibt keine Anzeige wegen der fehlenden Akten, ließen die Hamburger Behörden verlautbaren. Auch einen Einbruch soll es laut Polizeiangaben in der Rieger-Villa nicht gegeben haben. Lediglich Familienangehörige hätte sich nach dem Tod von Jürgen Rieger in dessen Villa aufgehalten. Diese hätten allerdings nichts mit der Rechten Szene zu tun.


